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Astrologie - "die heilige
Wissenschaft"
Hier
möchten wir Ihnen die
Entstehung, den Mythos und das Wesen der Astrologie näher bringen.
In der Öffentlichkeit ist die wohl bekannteste esoterische
Disziplin die Astrologie. Allein in Deutschland befassen sich heute
über zwei Drittel der Bevölkerung mit ihrem Wochenhoroskop in
Zeitungen und Zeitschriften. Über 40 Millionen Menschen wissen
also um das Tierkreiszeichen, in dem sich die Sonne zur Zeit ihrer
Geburt befand. Dies ist aber nicht nur in Deutschland so, auch in
England und Amerika haben demoskopische Untersuchungen ähnliche
Ergebnisse erbracht.
In diesem Zusammenhang ist ein besonderes Interesse an der sogenannten
populären Astrologie vorhanden. Ist auch die Aussagekraft dieser
“populären“ Astrologie relativ gering, so zeigt doch das Interesse
an ihr, dass viele Menschen an ihrem Charakter und ihrem
zukünftigen Schicksal Anteil nehmen.
Zum Thema Astrologie existieren drei
grundsätzliche Meinungen. Die
Einschätzung der Menschen teilt sich in folgende Kategorien:
1. Die erste Gruppe schwört auf astrologische Deutungen.
2. Die zweite Gruppe lehnt grundsätzlich alles, was mit Astrologie
zu tun hat, als Unsinn und Aberglaube ab.
3. Die dritte Gruppe schließlich meint, es sei zwar große
Skepsis angebracht, aber irgendetwas müsse an der Sache doch “dran
sein.
Bevor wir fortfahren: Zu welcher Gruppe würden Sie sich
zählen?
Tatsache ist, dass die meisten
Vorstellungen der Laien von Astrologie
grundsätzlich falsch sind. Dies steht einem besseren
Verständnis der astrologischen Lehre im Wege. Die Astrologie, die
“heilige Wissenschaft“, umschreibt ein Wissensgebiet, das weit
über 10.000 Jahre alt ist und das sich mit dem möglichen
Einfluss der Gestirne auf die Erde, auf Naturereignisse, politische
Geschehnisse, Anlagen, Charaktere und Schicksale von Menschen befasst.
Astrologie ist eine “Wissenschaft“, die aus den Beobachtungen der
Menschen hervorgeht. Von Anbeginn war der Mensch den Naturgesetzen voll
und ganz ausgesetzt. So lernte er automatisch, dass er nur während
einer ganz bestimmten Zeit Früchte sammeln oder Tiere jagen konnte.
Er musste sich diesen Naturgesetzen beugen. So musste er z.B. für
die Zeit vorsorgen, in der er wenig oder gar keine Nahrung finden
konnte. Er musste sich also einem kosmischen Rhythmus, dem Wechsel der
Jahreszeiten anpassen, um überleben zu können.
Das Erkennen des hohen Stellenwertes der Sonne war da noch ziemlich
einfach. So wurde festgestellt, dass die Sonne nicht jeden Tag an der
gleichen Stelle auf- und unterging. In Schottland z.B. wurde ein
primitiver Steinkreis gefunden, der uns heute noch erhalten ist.

Steinkreis in Cumbria, England
Die heiligen Steine von Carnac, Frankreich
Das Erkennen des hohen
Stellenwertes der Sonne war da noch ziemlich
einfach. So wurde festgestellt, dass die Sonne nicht jeden Tag an der
gleichen Stelle auf und unterging. In Schottland z.B. wurde ein
primitiver Steinkreis gefunden, der uns noch heute erhalten ist. Dieser
Steinkreis zeigt durch Steinpflöcke die vier Himmelsrichtungen an.
Schon sehr früh also begann der Mensch, den Lauf der Sonne zu
markieren.
Auch dem Mond und den anderen sichtbaren Planeten wurde schon sehr
früh eine besondere Bedeutung beigemessen. So wurde z.B. der
Planet Mars seit jeher zur Beurteilung der Gefahr von
größeren Unruhen oder Kriegen herangezogen. Wenn der Mars
erdnah ist, strahlt er besonders stark in rötlichem Licht.
Schon sehr früh gelang es den Menschen, die unzähligen
Gestirne am Firmament zu Gruppen, den Sternbildern, zusammenzufassen
und die Bewegung der Sonne, des Mondes und der Planeten innerhalb
dieser Sternbilder exakt zu messen.

Der Caracol: der Turm des Caracol von
Chichén Itza
befindet sich in fast perfekter Ausrichtung auf den Untergangspunkt der
Venus.
Die älteste
Tierkreisdarstellung, die wir heute kennen, ist ca.
4.000 Jahre alt und stellt den sogenannten Tierkreis von Dendera dar.
Er befindet sich an der Decke eines Tempels in Ägypten, der
ungefähr 2.000 Jahre vor Christus errichtet worden sein soll.
Bereits in der babylonischen und assyrischen Zeit wurden individuelle
Horoskope für Menschen erstellt, damals jedoch nur für den
König, da man aus dem Schicksal des Königs auch auf das
Schicksal des ganzen Volkes und des ganzen Landes schloss.
Später, im Mittelalter, stellte man nicht mehr nur dem
Landeskönig ein Horoskop, sondern auch anderen bedeutenden
Persönlichkeiten, so den Bischöfen, Päpsten, Ministern
und den reichen Kaufleuten. Allerdings war es von dort noch ein weiter
Weg bis zur heutigen Form des Geburtsbildes (Horoskop, Kosmogramm).
Goethe urteilte über
die Astrologie:
“Wie an dem Tag, der Dich der Welt verliehen, die Sonne stand zum
Gruße der Planeten, bist also bald und fort und fort gediehen,
nach dem Gesetz, wonach Du angetreten.
So musst Du sein, Dir kannst Du nicht entfliehen, so sagten schon
Sibyllen, so Propheten; und keine Zeit und keine Nacht zerstückelt
/ geprägte Form, die lebend sich entwickelt.“
Der bekannte Astronom Kepler verfasste ein Buch mit dem vielsagenden
Titel: „Warnung an die Gegner der Astrologie“. Schon Paracelsus
bezeichnete einen Arzt, der nicht der Astrologie kundig ist, als einen
Scharlatan und Kurpfuscher.
Die heutige Milliardenindustrie Namens “Medizin“ hört dies
natürlich gar nicht gerne. Sicher kann man auch die damaligen
Ärzte nicht mit den unseren vergleichen. Schon aufgrund der
Spezialisierung der medizinischen Bereiche ist der Lernstoff so
umfangreich geworden, dass die Aneignung astrologischer Kenntnisse als
fast unmöglich erscheint. Dennoch müssen wir bedenken:
Die Heilung eines Patienten hängt mit von seinem Gesamtzustand ab.
Sein Gesamtzustand lässt sich aber sehr leicht mit Hilfe eines
Horoskops erkennen. Wahre Astrologie war und ist ein Einweihungsweg,
der über die Selbsterkenntnis und Naturerkenntnis zur Erkenntnis
des Göttlichen führt.
|
Die
Urprinzipien I
|
Um zu verstehen, was Astrologie
eigentlich ist, müssen wir uns den
Urprinzipien zuwenden. Zur Beantwortung dieser Frage existiert bereits
ein sehr schönes Beispiel, das in einfacher Weise erläutert,
worauf diese Wissenschaft beruht.
Beginnen wir mit einem Beispiel:
Versuchen Sie die jeweilige Gemeinsamkeit oder, besser gesagt, den
Oberbegriff folgender Bezeichnungen zu finden:
a) Hund, Star, Ameise, Krokodil, Bär, Elefant, Forelle,
b) Blei, Steinbock, Zähne,
Efeu, Klosterzelle, schwarz,
Bergarbeiter,
Haben Sie die beiden Oberbegriffe gefunden? Unschwer ist der
Oberbegriff bei der Aufgabe a) zu erkennen: “Tier“. Dies ist einfach
und leicht ersichtlich.
Sehr große Probleme bekommen wir aber bei der Lösung der
Aufgabe b). Die Begriffe stehen scheinbar in keinerlei Zusammenhang.
Untersuchen wir dies nun aber genauer:
Seit jeher haben die Menschen versucht, in die Vielfalt der
Erscheinungsformen eine Ordnung zu bringen. Prinzipiell gibt es
dafür zwei verschiedene Wege:
1. Indem man Dinge mit charakteristischen Oberbegriffen zusammenfasst,
erreicht man eine Einteilung der Welt in Ebenen (Tierreich,
Pflanzenreich, Mineralreich usw.).
2. Auf der Suche nach den ursprünglichen Grundeinheiten, aus denen
durch Vermischung in unterschiedlichen Verhältnissen die
verschiedensten Dinge hervorgegangen sind, entstand die Lehre von den
Elementen. Diese erreichte in der Neuzeit einen eindrucksvollen
Höhepunkt in der Ordnung des Periodischen Systems der Elemente.
Die Vielfalt der Erscheinungsformen wird dadurch auf nur wenige
Urqualitäten reduzierbar, und man kann sie in ihren
Zusammensetzungen und Mischungsverhältnissen besser verstehen.
In diesem Zusammenhang: Wir wissen heute,
dass die Materie sich nach
dem Denken formt. Mit anderen Worten: Eine Manifestation auf der
physischen Ebene kann nur dann erfolgen, wenn eine vorhergehende „Idee“
geschaffen wurde, die sich dann bis in die physische Ebene
„ausbreitet“. Ursprünglich existiert also immer zunächst die
Idee. In unserer heutigen Zeit wird dies oft verwechselt.
Meist geht man davon aus, dass zuerst ein Gegenstand vorhanden ist,
worauf dann der Mensch bei Betrachtung desselben das entsprechende Wort
und die entsprechende Idee entwickelt. Dies ist der völlig
falsche, der verkehrte Weg. Denn ursprünglich existiert, wie wir
wissen, zunächst immer der Gedanke.
Schon in der Bibel steht: „Am Anfang war das
Wort.astrologie-geschenke..“ Bevor ein Maler
ein Bild schaffen kann, muss zuerst eine entsprechende Idee vorhanden
sein. Die Idee wird nicht durch das Bild geschaffen, sondern das Bild
durch die Idee.
Für die Entwicklung eines
„periodischen Systems der Ebenen (der
Wirklichkeit)“ müssen unsere hypothetischen Einheiten Urbilder,
sogenannte archetypische Ideen, sein. Natürlich sind solche
Urbausteine der Welten vorhanden, der Zugang hierzu ist aber sehr
schwierig. Formulieren wir zunächst rein hypothetische Einheiten
und kennzeichnen diese mit beliebigen Symbolen.
Zum besseren Verständnis nehmen wir die in unserer Zeit
üblichen Symbole
x, y, z usw. Wir setzen also für eine Uridee das Symbol x ein.
as
Wiederholen wir an dieser Stelle, dass die Uridee sich auf allen Ebenen
wiederspiegelt. Demzufolge müssen wir also auch
Repräsentanten einer Uridee auf der physischen Ebene vorfinden.
Jede Uridee muss aber auf jeder beliebigen Ebene vorhanden sein, sonst
würde sie die Bezeichnung “Uridee“ nicht verdienen. Neben den
waagrechten Ebenen (z.B. Pflanzenreich, Tierreich, Mineralreich usw.),
können wir also auch senkrechte Ebenen bestimmen, die Urideen oder
Urprinzipien ausdrücken. Aber eben senkrecht durch alle Ebenen
hindurch.
|
Urprinzip, Idee
|
X
|
Y
|
| Definition
des Prinzips |
Struktur,
Hemmung Widerstand, Zeit |
Energie,
Impuls |
| Himmel |
(?) |
(?) |
| Mineral |
Blei,
Kalk |
Eisen |
| Pflanze |
Efeu,
Distel, Stechpalme, Zinnkraut |
Brennnessel |
| Tier |
Rabe,
Steinbock |
Raubtiere,
Nagetiere |
| Körper |
Skelett,
Zähne |
Muskeln,
Blut |
| Krankheiten |
Degenerationen,
Verkalkung, Steinbildung |
Entzündungen,
Verletzungen |
| Ort |
Gefängnis,
Kloster, Altersheim, Friedhof |
Schmiede,
Schlachtfeld |
| Gegend |
Gebirge,
Wüste |
vulkanische
Gegend |
| Sozial |
Bergarbeiter.
alte Menschen |
Soldat |
| Farbe |
schwarz,
dunkelblau |
rot |
Aufgrund der Tatsache, dass
ein Urprinzip alle Ebenen der
Erscheinungsformen senkrecht durchzieht, ist die Zuordnung der Begriffe
derzeit noch nicht nachvollziehbar. Je weiter wir uns jedoch in diesen
Bereich hineinarbeiten, um so einfacher löst sich dieses
Rätsel.
Unter dem Urprinzip x finden Sie
auch Begriffe der eingangs gestellten
Aufgabe b) wieder.
Es zeigt sich sogleich, dass bei der Aufgabe b) nach dem bisher noch
nicht definierten Urprinzip gesucht wurde, während bei der Aufgabe
a) der gemeinsame waagrechte Oberbegriff zu suchen war. Unsere Suche
gilt also der senkrechten Einteilung in Prinzipienketten. Doch da wir
nicht gewohnt sind, senkrecht zu denken, erscheint es zunächst
fast unmöglich, Gemeinsamkeiten zu finden.
Aus der hermetischen Philosophie wissen wir jedoch bereits, dass - nach
These 2 der Tabula smaragdina - “dasjenige, welches unten ist, gleich
ist demjenigen, welches oben ist. Und dasjenige, welches oben ist,
gleich ist demjenigen, welches unten ist, um zu vollbringen die
Wunderwerke eines einzigen Dinges“. Hier finden wir den
vollständigen Hinweis zum senkrechten“ Denken: Oben ist gleich
unten.
Damit haben wir die entscheidende Verbindung zur Astrologie: Eine
Veränderung der Uridee aus irgendeinem Grund müsste
gleichzeitig bei allen ihren Repräsentanten auf allen Ebenen
sichtbar werden. Ebenso müssen sich auch alle gegenseitigen
Beeinflussungen der Urprinzipien auf allen Ebenen auswirken, damit also
auch auf der sichtbaren physischen Ebene.
Und jetzt der entscheidende Punkt:
AUFGRUND DIESER
ZUSAMMENHÄNGE IST ES ABER AUCH UMGEKEHRT MOGICH,
VON DER BEOBACHTUNG DER REPRÄSENTANTEN AUF EINER BELIEBIGEN
KONKRETEN EBENE (z.B. DER PHYSISCHEN EBENE), RÜCKSCHLÜSSE AUF
DIE UNS SONST UNZUGANGLICHEN URIDEEN ZU ZIEHEN!
Also: Jedes Urprinzip
hat auf der Ebene der Tierwelt seine
Entsprechung. Ist die jeweilige Analogie bekannt, könnte man das
Tier jedes Urprinzips nehmen und in einen Zoo schließen. So dann
ließen sich aus der Beobachtung, wie sich die Tiere untereinander
verhalten, Rückschlüsse auf alle anderen Ebenen, wie auch auf
die Ebene der Urprinzipien ziehen.
Diese Erkenntnis führt uns wieder zu dem an anderer Stelle
beschriebenen Analogiegesetz.
Aus den Erfahrungen und Tatsachen einer beliebigen Ebene wird durch
senkrechtes Denken ein analoges Geschehen auf den anderen Ebenen
erkennbar.
Betrachten wir uns zur Verdeutlichung dieses Prozesses ein einfaches
Beispiel: Weiß man aus Erfahrung, dass man jeden Sonntag in die
Kirche gehen muss und es anschließend zum Mittagsessen jeweils
Schweinebraten gibt, so lässt sich aus der Tatsache, dass man in
die Kirche gehen muss, schließen, dass es an diesem Tag
Schweinebraten gibt. Dennoch hat das “in-die-Kirche-Gehen“ nicht das
geringste mit dem “Mittagessen“ zu tun, das eine ist von dem anderen
nicht abhängig. Die einzige Übereinstimmung besteht darin,
dass beide Ereignisse immer am Sonntag stattfinden. Dennoch muss dieser
dritte Begriff, nämlich “Sonntag“, nicht beachtet werden, um vom
“in-die-Kirche-Gehen“ auf “Mittagessen“ zu schließen. Aufgrund
der Erfahrung lässt sich also auch ohne das Wissen um den
Oberbegriff eine Gemeinsamkeit feststellen.
Natürlich lassen sich nicht
alle Ebenen gleich gut zu
Analogieschlüssen heranziehen. Es gilt also, eine Ebene zu finden,
die für eine derartige Beobachtung besonders geeignet ist. In dem
bereits genannten Fall des Zoos wäre eine solche Beobachtung sehr
schwierig, Vergangenheit und Zukunft wären nur sehr schwer
bestimmbar.
Auf der Suche nach einer angemessenen Beobachtungs-Ebene bietet sich
der Sternenhimmel als besonders geeignet an.
Wie stellen die Verbindung zwischen Urprinzipien und der Astrologie her
und klären damit die “uralte“ Frage: Wie bzw. warum “Funktioniert“
Astrologie.
|
Die
Urprinzipien II
|
Durch das mathematisch erfassbare Verhalten der Himmelskörper ist
eine Beobachtung nicht nur der Gegenwart, sondern vor allem der
Vergangenheit und der Zukunft möglich, ohne dass die
Himmelskörper an sich ständig beobachtet werden müssten.
Denn aufgrund der Kenntnis des Sternenverlaufes lässt sich diese
Ebene rein mathematisch zurück- und auch vorausberechnen.
Wie auf jede andere Wirklichkeitsebene trifft dies auch auf den Himmel
zu. Für alle Urprinzipien müssen auch hier
Repräsentanten gefunden werden. Dies geschah schon sehr früh.
Das Wissen um die Prinzipien wurde
Jahrtausende lang wie
ein Schatz gehütet und nur von Eingeweihten übergeben.
Natürlich
wurden im Altertum nicht die Zeichen x, y und z
verwendet (so wie wir dies getan haben). Gemäß der uns
bekannten Dreiteilung von Geist, Seele und Körper wurden die
einzelnen Symbole vergeben.
Betrachten wir diese nun in der entsprechenden Reihenfolge:
|

|
In
alten Zeiten setzte man für den Geist das Symbol des Kreises,
der die Einheit und Vollkommenheit des geistigen Prinzips
versinnbildlichen sollte. |

|
Für
die Seele nahm man den Halbkreis bzw. eine Schale, welche die
Empfänglichkeit und Aufnahmefähigkeit des seelischen Prinzips
darstellen sollte. |
 |
Für
den Körper wählte man das Symbol des Kreuzes, das analog zur
Zahl Vier das Wesen der Materie repräsentierte. |
Aus diesen Grundsymbolen
wurden nun die sieben
Urprinzipien zusammengestellt. Sieben deshalb, weil man ersten
ursprünglich nur sieben Planeten kannte und weil Sieben zweitens
eine ganz besondere Bedeutung hat (z.B. hat die Woche sieben Tage, das
Vaterunser sieben Bitten, der Regenbogen sieben Farben usw.). Die
heutige Astrologie rechnet mit drei weiteren Planeten (vereinzelt sogar
mit 18 Planeten), doch wir betrachten zunächst die klassischen
sieben Urprinzipien:
|

|
Die
Sonne wurde der Repräsentant des geistigen Prinzips. Ihr Symbol
ist ein Kreis mit einem Zentrum. |

|
Der
Mond repräsentiert das Seelische und Empfängliche. |
 |
Das
Kreuz als Symbol der Materie kommt alleine nicht vor, da die Materie
ohne eine der beiden anderen Prinzipien nicht lebensfähig
wäre. Das Symbol des Merkurs zeigt uns, dass alle drei Prinzipien
im harmonischen Ausgleich vereinigt sind. |

|
Das
Marssymbol (ursprünglich stand anstelle des Pfeils das Kreuz;
wegen der Verwechslungsgefahr wird heute meist das Kreuz durch einen
Pfeil ersetzt) zeigt uns, wie die Materie über den Geist
dominiert, aber der Geist die Materie von unten in Bewegung bringt. |
|
Der
Gegenpol dazu ist die Venus, bei der eindeutig der Geist über die
Materie dominiert. |

|
Bei
Jupiter-Prinzip dominiert das Seelische über das Materielle. |

|
Das
Saturn-Prinzip zeigt deutlich, wie die Materie auf der Seele lastet. |
Dies
also sind die sieben Urprinzipien, mit Sonne, Mond, Merkur, Mars,
Venus, Jupiter und Saturn bezeichnet. Diese sieben Urprinzipien wurden
nun jeweils einem Himmelskörper zugeordnet, dem man den gleichen
Namen gab. Zusätzlich wurden sie noch als Gottheiten bezeichnet.
Unsere bereits bekannte Übersicht der Urprinzipien müssen wir
nun wie in Abbildung oben gezeigt (Zeile: “Himmel“) ergänzen.
|
Urprinzip, Idee
|
X
|
Y
|
| Definition
des Prinzips |
Struktur,
Hemmung Widerstand, Zeit |
Energie,
Impuls |
| Himmel |
Saturn |
Mars
|
| Mineral |
Blei,
Kalk |
Eisen |
| Pflanze |
Efeu,
Distel, Stechpalme, Zinnkraut |
Brennnessel |
| Tier |
Rabe,
Steinbock |
Raubtiere,
Nagetiere |
| Körper |
Skelett,
Zähne |
Muskeln,
Blut |
| Krankheiten |
Degenerationen,
Verkalkung, Steinbildung |
Entzündungen,
Verletzungen |
| Ort |
Gefängnis,
Kloster, Altersheim, Friedhof |
Schmiede,
Schlachtfeld |
| Gegend |
Gebirge,
Wüste |
vulkanische
Gegend |
| Sozial |
Bergarbeiter.
alte Menschen |
Soldat |
| Farbe |
schwarz,
dunkelblau |
rot |
Damit erschließt sich
uns die Definition des
Begriffes Astrologie: Die Lehre der Auswirkungen der sieben
Urprinzipien auf die verschiedenen Ebenen, beobachtet an den
Himmelskörpern, heißt Astrologie. Halten wir also fest:
Spricht die Astrologie von einem Planeten, z.B. Jupiter, so meint sie
in Wirklichkeit das Urprinzip Jupiter.
Wir müssen uns immer vor Augen halten:
DIE ASTROLOGIE IST UND BLEIBT DIE LEHRE VON DEN URPRINZIPIEN, NICHT DIE
LEHRE VON DEN STERNEN!
Der sicherlich häufigste Einwand der Gegner der Astrologie lautet,
dass die Gestirne keinen Einfluss auf den Menschen haben können.
Dieser Einwand ist jedoch schon vom Ansatz her falsch. Denn die
Astrologie hat noch nie angenommen, dass Einflüsse der Gestirne
auf den Menschen vorhanden sind. Vielmehr wird nur von einer Ebene
analog auf die andere Ebene geschlossen, was mit einer wechselseitigen
Beeinflussung überhaupt nichts zu tun hat.
Leider ist es oft so, dass selbst die heutigen „Hobby-Astrologen“ von
diesen Zusammenhängen keine Ahnung haben. Jene, die sich für
besonders fortschrittlich und wissenschaftlich halten, berufen sich auf
Forschungsergebnisse, die Korrelationen (Korrelation, lat. =
Wechselbeziehung) zwischen den Veränderungen der Gestirne, den
Sonnenfleckeneruptionen und den elektromagnetischen Feldern einer
lebenden Zelle konstatieren. Natürlich ist eine solche Korrelation
vorhanden. Doch sagt sie gar nichts über eine Einwirkung der
kosmischen Faktoren auf die irdischen Zellen aus. Bestätigt wird
damit lediglich das beschriebene Phänomen der Analogie der
verschiedenen Ebenen.
Wie ein Thermometer die Temperatur misst, ohne sie deshalb zu erzeugen,
so ist auch die Astrologie ein Messinstrument, das mit
unterschiedlicher Genauigkeit auf verschiedenen Ebenen etwas anzeigt,
ohne dass es jedoch das jeweilige Ergebnis geschaffen hätte.
Einige Beispiele mögen den natürlichen Instinkt des Menschen
für die Analogien der Urprinzipien verdeutlichen:
So sagt man von jemandem, der Glück hatte, er habe „Schwein“
gehabt. Diese Ausdrucksweise ist ohne die Kenntnis von der senkrechten
Analogiekette schwer zu erklären. Die Analogiekette aber
erklärt die Zusammenhänge auf sehr einfache Weise: Auf der
Tierebene repräsentiert das Schwein das Prinzip “Jupiter“. Es ist
dies das Prinzip der Fülle und der Expansion und wird daher auch
als das „große Glück“ bezeichnet. Es wurde also lediglich
der Begriff „Glück“ durch den Begriff „Schwein“ aus derselben
senkrechten Analogiekette ersetzt.
Oder man sagt, jemand „hat einen Vogel“. Der Vogel gehört in die
Symbolkette des Prinzips „Uranus“. Dieses Prinzip umfasst jegliches
Unterbrechen von Kontinuität, also jedes „Aus-der-Reihe-Tanzen“,
„Von-der-Norm-Abweichen“, also auch das „Spinnen“.
Auch das Holz gehört zu dem bereits erwähnten Prinzip
„Jupiter“, dem Glücksprinzip. So erklärt sich der Aberglaube,
man könne durch dreimaliges Klopfen auf Holz Unheil von sich
abwenden.
Moderne Innenarchitekten
bevorzugen bei der Einrichtung häufig
eine Kombination von Schwarz und Chrom. In so gestalteten Räumen
kann man fast immer eine Stechpalme als Pflanzenschmuck vorfinden. Hier
haben diese Innenarchitekten mit sicherem Instinkt unterbewusst der
Symbolkette des Prinzips “Saturn“ entsprochen. Nur eine Pflanze wie die
Stechpalme, die dem Saturn zugeordnet ist, wird in einem ebenfalls
dieser Symbolkette zugehörigen schwarzen Raum als passend
empfunden.
Es bleibt jedem Leser selbst überlassen, weitere Beispiele
für dieses instinktive „Senkrechtdenken“ ausfindig zu machen, ihre
Zahl ist unbegrenzt. Ihre Bemühungen werden sich jedoch mehr als
bezahlt machen!
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