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Astrologie
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die Zeitqualität
Bevor wir uns der praktischen
Bedeutung der Astrologie zuwenden, müssen wir einen für
unsere heutige Zeit ungewöhnlichen Begriff klären: Den
Begriff der „Zeitqualität“.
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Gerade
in unserer Zeit, der Zeit
des „gestressten“ Menschen, also des gehetzten Menschen, ist eine
Erläuterung des Begriffes besonders notwendig. Das Funktionieren
unserer Gesellschaft hängt ab von der richtigen Einteilung der
vorhandenen Zeit, also der richtigen Koordinierung der „quantitativen“
Zeit. Spricht ein Mensch von Zeit, so meint er damit, wie lange etwas
zurück liegt, wann etwas geschehen wird oder wie viel Zeit
vergangen ist. Für diese Betrachtungsweise ist also die
Quantität der Zeit entscheidend.
Aber schon aufgrund des Polaritätsgesetzes muss es zum
quantitativen Aspekt der Zeit noch einen Gegenpol geben. Dieser
Gegenpol wird als „qualitative“ Zeit bezeichnet. Daraus ergibt sich
eine grundlegende Erkenntnis:
ZEIT BESITZT NICHT NUR QUANTITÄT, SONDERN AUCH QUALITÄT.
Den Begriff der Zeitquantität müssen wir nicht näher
erläutern, er ist jedem bekannt. War eine technische Bewertung der
quantitativen Zeit einstmals relativ schwierig (Sonnenuhr, Sanduhr
usw.), so ist mit den heutigen modernen Anlagen eine genauste
Einteilung möglich. So sind wir bereits in der Lage, Millionstel
Sekunden zu messen.
Mit dem Begriff der
Zeit-Qualität müssen wir uns nun jedoch
etwas eingehender befassen. Wir stellen zunächst fest, dass die
Menschen früherer Zeiten sich eher an der Zeit-Qualität als
an der Zeit-Quantität orientierten. Aus welchem Grunde?
Zeitqualität bedeutet, dass jedem Zeitpunkt und jedem
Zeitabschnitt eine bestimmte Qualität zuzuordnen ist. Nur
Ereignisse, die der Qualität des jeweiligen Zeitpunktes oder
Zeitabschnittes entsprechen, können daher zu einem bestimmten
Termin eintreten. Das bedeutet, dass mit dem Beginn auch das Ende einer
jeden Entwicklung festgelegt ist nach dem einleuchtenden Gesetz:
„Jeder Anfang trägt das Ende in sich.“
Da somit der Verlauf eines Unternehmens von der Zeitqualität
seines Beginnes abhängt, muss man es „zur rechten Stunde“
einleiten, will man es zu einem günstigen Ende führen. Diese
„rechte Stunde“ zu ermitteln, war früher die Aufgabe der
Priester, die im Auftrag der Herrscher “in die Stunde blickten“, das
heißt, das Horoskop erstellten (griechisch: hora = die Stunde,
skopein = blicken). Ein Horoskop ist also nichts anderes als die
Feststellung der Zeitqualität zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt.
Hieraus folgt, dass der ursprüngliche Zweck der Horoskope darin
bestand, für wichtige Unternehmungen wie Kriege,
Vertragsabschlüsse, Hochzeiten usw. den richtigen Zeitpunkt zu
finden.
Hingegen ist die
nachträgliche Erstellung eines Horoskops,
basierend auf dem Zeitpunkt der Geburt eines Menschen, eine recht junge
Erscheinungsform. Der “Blick in die Stunde“ sollte jedoch
Unternehmungen bereits im voraus einer entsprechenden günstigen
Zeitqualität zuordnen. Dies konnte nach verschiedenen
Ursachenprinzipien geschehen, wie dem Stand der Gestirne am
Himmel, der Betrachtung des Vogelfluges, der Eingeweideschau, dem
Fressverhalten der heiligen Hühner und dergleichen mehr.
Bei all diesen Methoden wird mit Hilfe der Analogiekette von einer
Betrachtungsebene auf die andere geschlossen und das Ergebnis analog
übertragen. In der Astrologie bezeichnet man diese
Übertragung als “Deutung“, und von der Genauigkeit dieser Deutung
hängt es ab, wie „wahr“ oder „falsch“ ein Horoskop ist.
Ein Horoskop ist die graphische Darstellung der Himmelssituation zu
einem bestimmten Zeitpunkt bezogen auf einen bestimmten Ort. Die
richtige Deutung des Horoskops jedoch ist abhängig von den
Kenntnissen, die der Astrologe von den
Übertragungsmöglichkeiten hat. Nur wenn die Übertragung
exakt und genau erfolgt, enthüllt sich auch der wahre Sinn des
Horoskops.(Durch die Computer Technologie ist es auch möglich).
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